Todtmoos 2007
Auch in diesem Jahr sind die Ministranten von St. Josef und St. Gallus gemeinsam auf ein Minilager nach Todtmoos gefahren. Insgesamt waren
wir 32 Teilnehmer/innen .Obwohl nur noch an vereinzelten Hängen ganz wenig Schnee lag, und dieser zum Schlittenfahren nicht ausreichte, hatte
jeder viel Spaß. Das Programm war mit Absicht nicht zu dicht gestaltet, um den Kindern die Möglichkeit zu lassen, durch ihre eigenen,
mitgebrachten Spiele Freundschaften zu knüpfen. Besonders beliebt waren die Schachfiguren und die UNO-Karten.

Für besonders viel Lachen sorgte der Freitagabend, mit der Nominierung des Todtmoos-Star 2007. Die Aufgaben forderten viel Geschick,
Kreativität und Einfallsreichtum. In der ersten Runde blieben wohl die wenigsten sauber beziehungsweise trocken. Vom Wettessen bis über zum
Gegenseitigem (liebevollem) Puddingfüttern und anschließendem Zähneputzen und schnell-SMS- schreiben war alles dabei. Jedoch je enger die
Auswahl wurde, desto schwieriger die Aufgaben. Die vorletzte Aufgabe, als es nur noch 3 Anwärter waren, bestand darin unserer Julia eine
Liebeserklärung zu machen, in der, vorgegebene Begriffe enthalten sein mussten (wie zum Beispiel: Laptop, Kirschmund, zicken, hinschmelzen,
Hörgerät). Die letzte Aufgabe war, innerhalb von 8 Minuten sich mit Hilfe eines Assistenten in das jeweilige andere Geschlecht zu verkleiden.
Das Publikum entschied sich dann für die originellere und erfolgreichere Verwandlung. Natürlich möchte ich nicht das Ergebnis für mich
behalten. Während Shukri und Nour einen, wie ich finde, guten 3. und 2. Platz machten, gewann Nadine unseren kleinen Wettbewerb und kann sich
nun als Todtmoos-Star 2007 bezeichnen (oder auch als Mr. Todtmoos)

Am Samstagnachmittag war es den Kindern freigestellt in welchem, der angebotenen Workshops sie teilnehmen wollten. Yvonne bastelte und
verzierte mit ihrer Gruppe kleine aber feine Bilderrahmen. Julia und Fabronia schminkten und verkleideten ihre Teilnehmer und präsentierten
sie und sich in einer äußerst amüsanten Modenschau. Etwas handwerklicher ging es im Workshop „Instrumente bauen“ zu, der von Vikar Manuel
Grimm und mir geleitet wurde. Für viel Furore sorgte wohl in der diesjährigen Planung eine von mir am ersten Abend vorgelesenen
Geschichte, die ein wenig gruselig und mysteriös eingefärbt war. Mit einigen Symbolen der Geschichte, wie zum Beispiel „Rosenblätter“, fanden
sich die Kinder am nächsten Morgen plötzlich innerhalb der Realität konfrontiert. „Sich gruseln“ beziehungsweise Angst ist ein Gefühl, das
zum Leben von jedem gehört. Ich denke, viele mussten über ihren eigenen „Schatten“ springen, um eine solche Situation zu bewältigen. Jedoch
am Ende, als die Geschichte aufgelöst wurde, und die Kinder die „Wahrheit“ gefunden hatten, ist jeder von ihnen ein bisschen persönlich
gewachsen und hat gelernt fähig zu sein, auch diese Stress- und Angstsituation bewältigen zu können.
In diesem Jahr lag der Schwerpunkt bei der Wahrnehmung unserer Umgebung durch die fünf Sinne: Sehen, Hören, Tasten, Riechen und Schmecken.
Dazu durchliefen die Kinder einen Stationenlauf mit den entsprechenden fünf Stationen und fünf weiterführende Zwischenstationen, die
unterschiedlich aufgebaut waren. So mussten die einzelnen Gruppen beispielsweise Detailaufnahmen aus der Kirche wieder erkennen und zuordnen.
Bei der Station „Riechen“ suchten sich die Kinder einen Duft aus, der ihnen besonders gefiel. Anschließend wurden einem die Augen verbunden,
und dieser musste durch seine Nase seine Gruppenmitglieder erschnuppern. Die wohl beliebteste Station war das „Schmecken“. Dabei lagen viele
Schüsseln mit Lebensmittel auf dem Tisch, die mit Lebensmittelfarbe unkenntlich gemacht wurden. Das blaue Ketchup und der türkisfarbene
Stracciatella-Joghurt wurde von vielen sicher wieder erkannt.

Das Thema der fünf Sinne wurde dann auch in der gemeinsamen Eucharistiefeier am Samstagabend aufgegriffen. Blütenblätter schmückten den
Altar festlich, Rosenweihrauch verbreitete seinen Duft im Raum, und beim gemeinsamen Singen, waren viele kräftige Stimmen zu hören. Und ich
denke, dass bei dem Evangelium der Blindenheilung sich viele von der heiligen Schrift berührt gefühlt haben.
Mir hat besonders gut gefallen, mit wie viel Begeisterung die Kinder am Programm teilgenommen haben, und wie es zu neuen Freundschaften
kam. Über das gesamte Lager hinweg benötigten wir nur ein einziges Pflaster für unseren Oberministranten Max aus Warmbach.

Ich möchte mich nun im Anschluss zu meinem Bericht bei einigen Mitwirkenden bedanken. Zunächst ein Dankeschön an alle Eltern, die uns ja
doch viel Vertrauen entgegengebracht haben, das wir Oberministranten sehr zu schätzen wissen. Vielen Dank an die Eltern, die uns durch
fleißige Kuchenspenden und dem Anbieten von Fahrgemeinschaften unterstützt haben. Ein besonderes Dankeschön gilt Corina, Marie-Louise und im
Verlauf des Lagers auch Max, die sich um die Küche und somit der Essenszubereitung gewidmet haben. Weiter möchte ich mich bei allen
Oberministranten und dem Vikar bedanken, die bei der Entwicklung und Ausführung des Programms mitgewirkt haben (Manuel Grimm, Fabronia,
Julia, Corina und weiter Marie-Louise, Rolf, Max, Yvonne und besonders Jakob).
Ich wünsche mir sehr, dass im nächsten Jahr sich viele dafür entscheiden wieder mitzukommen. Natürlich freue ich mich auch über neue
Gesichter. Alles in Allem ist das Minilager in diesem Jahr wirklich sehr gut gelungen und schon jetzt ist die Vorfreude bei manchen groß auf
Todtmoos 2008. Oberministrantin, Giovannina Meola |