Bildungswerk der Seelsorgeeinheit Rheinfelden

Eine seit 1981 bestehende Einrichtung der Pfarrei St. Josef ist das "Bildungswerk der Seelsorgeeinheit Rheinfelden". Auch in der neu errichteten Seelsorgeeinheit Rheinfelden versteht sich das Bildungswerk in erster Linie als Institution der offenen Erwachsenenbildung im Dienst von Kirche und Gesellschaft und als kulturelle Diakonie.

Die Bildungsangebote (vorwiegend in Form von Vorträgen mit anschließender Diskussionsmöglichkeit) mit ihrem breiten Spektrum greifen Themen vornehmlich aus Theologie, Philosophie, Gesellschaft und Politik, Medizin, Kunst und Kultur u.a. auf.

Die Veranstaltungen finden in der Regel montags im Pfarreizentrum St. Josef statt.

Ansprechpartner:
Paul Schmidle
Kleemattstr. 3
79618 Rheinfelden
Tel.: 0 76 23 / 37 56

Kirchliche Erwachsenenbildung Rheinfelden
Programm 2011/2012 (PDF)

Bei Bildung alle unter einem Schirm
Christen unterzeichnen ökumenische Kooperationsvereinbarung / Zusammenarbeit nicht mehr nur im Runden Tisch Trauerarbeit

Badische Zeitung, 12. Oktober 2010
von Peter Gerigk

Unter einem Schirm: Jörg Hinderer (von links), Paul Schmidle, Matthias Wößner und Regine Klusmann repräsentieren die katholischen und evangelischen Kooperationspartner. Foto: Peter Gerigk

"Wenn die Katholiken so evangelisch sind und die Evangeliken so katholisch, dann wird es wirklich Zeit zusammenzuarbeiten", scherzte Jörg Hinderer gestern bei der Vorstellung der neuen Kooperation der vier christlichen Bildungswerke im Rheinfelder Pfarreizentrum St. Josef und traf damit den Kern.

Der Leiter der evangelischen Erwachsenenbildung Beuggen hatte mit Pfarrererin Regine Klusmann von der Paulusgemeinde, die die evangelische Kirchengemeinde vertrat, Paul Schmidle vom katholischen Bildungswerk der Seelsorgeeinheit Rheinfelden und Pastoralreferent Matthias Wößner als Vertreter der Seelsorgeeinheiten Dinkelberg und Rheinfelden die sich seit einigen Jahren abzeichnende ökumenische Annäherung dargestellt, aus der die neue Kooperation entstand. "Wir wollen die Erwachsenenbildung in Rheinfelden auf ökumenische Füße stellen. Es ist an der Zeit, die Kooperation mit einem Vertrag zu besiegeln", pflichtete Wößner Hinderer bei.

Unter dem neuen gemeinsamen Logo können die vier Partner nur profitieren, dessen sind sie sich sicher. In allen ihren Gremien wurde die Zusammenarbeit gutgeheißen: Was fehlt, sind nur noch die Unterschriften – die Überzeugung, den richtigen Weg zu gehen, ist vorhanden: Terminüberschneidungen bei eigenen Veranstaltungen werden so vermieden, der finanzielle Spielraum beispielsweise bei der Verpflichtung von Referenten vergrößert, auch räumlich gibt es mehr Möglichkeiten, eine Veranstaltung an einem geeigneten Ort zu platzieren.

Als unglaublich bereichernd schilderte Wößner es, von den Ideen der Anderen zu profitieren, die Zusammenarbeit entsteht ja schon seit etwa drei Jahren. "Wir ergänzen uns sehr gut", ist sein Eindruck. Dabei solle keinesfalls einheitliche Soße der Konfessionen entstehen, betonte Klusmann. "Die Unterschiede werden nicht nivelliert, sie dürfen bestehen bleiben."

Die Schwierigkeit, Bildung für Erwachsene mit religiösen Themen zu bieten, wurde in den katholischen Seelsorgeeinheiten schon lange festgestellt. Ein Programm auf die Beine zu stellen und Besucher dafür zu interessieren, ist eine Herausforderung, der man in einer Kooperation besser gewachsen sei, betonte Wößner. Die Katholiken befänden sich schon seit geraumer Zeit auf der Suche nach einem Partner, der bei der Verpflichtung von Referenten und der Werbung helfen könnte.

Mit dem Runden Tisch Trauerarbeit, der seit drei Jahren eine ökumenische Veranstaltungsreihe schuf, habe man laut Wößner durchweg positive Erfahrungen gesammelt. Daraus entstand der Anstoß, bei allen Themen der Erwachsenenbildung zusammenzuarbeiten. "Ein wichtiger Impuls dafür war auch, dass wir Katholiken den evangelischen Theologen Francois Vouga aus Warmbach zu uns einluden", erinnerte Schmidle. Zu dieser Zeit war Hinderer wohl auch schon überzeugt, dass die Unterschiede der katholischen und evangelischen Erwachsenenbildung nicht unüberbrückbar sind.

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